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Frida Kahlo art exhibition in Vienna

Prinzessin Alia von Jordanien besucht Frida Kahlo

The Best of Vienna blog team had the great honour and pleasure

to meet H.E. Mr Heinz Fischer

the President of Austria

during the Frida Kahlo – art exhibition in

Bank Austria Kunstforum

Kunst Austellung
von 1 September bis 5. Dezember 2010
Adresse: 1010 Wien, Freyung 8
Anhänge zur Meldung unter
http://presse.leisuregroup.at/kunstforum/kahlo

Wien – Das Bank Austria Kunstforum präsentiert die erste umfassende Frida Kahlo-Retrospektive in Österreich. Der Mythos um die mexikanische Künstlerin hat globales Format angenommen; Frida ist eine Ikone mit Starcharakter: Identifikationsfigur der mexikanischen Kultur, Vorreiterin der feministischen Bewegung, Marke einer großen Merchandising-Maschinerie, schillernd exotische Filmvorlage für das Hollywoodkino.

Kahlos Kunst ist untrennbar mit ihrer Vita verbunden. Gemälde und Zeichnungen sind nicht nur das Spiegelbild ihrer durch körperliches und psychisches Leid geprägten Geschichte – Frida litt ihr Leben lang an den Folgeschäden eines schrecklichen Busunfalls. In ihren letzten Jahren war Frida ans Bett gefesselt. Ihr malerisches und zeichnerisches Œuvre zählt zu den komplexesten Kapiteln der Zwischenkriegszeit zwischen Neuer Sachlichkeit und Surrealismus.

In den 1920er Jahren entstehen grazile Selbstdarstellungen, orientiert am Figurenideal der Renaissancemalerei. Zu Beginn der 1930er Jahre malt sie die ersten surrealistisch anmutenden Bilder: In kombinatorischer Strategie, beeinflusst von den Cadavres exquis, den spontanen Zeichnungscollagen der Surrealisten, mit denen Frida regen Kontakt pflegte, malt sie ikonografisch vielschichtige Kompositionen, die ihrer inneren Welt entspringen. Um 1940 gewinnen Kahlos Selbstbildnisse an Expression. An Stelle eines neutralen Blicks tritt das »autoritäre Auge«: Frida inszeniert sich wie eine »anbetungswürdige« Heiligenfigur; ihrer dominanten Ausstrahlung ist nicht zu entkommen.

Die Ausstellung Frida Kahlo umfasst 50 Gemälde und 90 Arbeiten auf Papier. Hinzu kommt eine repräsentative Auswahl von fotografischem Dokumentationsmaterial, das von Cristina Kahlo, Fridas Großnichte, zusammengestellt wurde. Darunter befinden sich unter anderem Porträts, die Nickolas Muray von ihr aufgenommen hat und die mittlerweile zu regelrechten Foto-Ikonen avanciert sind: Eindrückliche Beispiele für Kahlos Selbstinszenierung, die zur Mythenbildung entschieden beigetragen haben.

Der Großteil von ihrem künstlerischen Vermächtnis befindet sich in Mexiko und in den USA. Angesichts der marginalen Zahl an Gemälden (das Werkverzeichnis zählt lediglich 143 Nummern), die Kahlo geschaffen hat, der mangelnden Präsenz von Kahlos Œuvre in europäischen Sammlungen und den spärlichen Ausstellungsprojekten in Europa, darf diese Schau als Sensation für Wien angesehen werden. Diese Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Martin-Gropius-Bau Berlin.

Die Publikation zur Ausstellung
Herausgegeben von Bank Austria Kunstforum Wien und Martin-Gropius-Bau Berlin.

Mit Essays von Peter von Becker, Ingried Brugger, Salomon Grimberg, Cristina Kahlo, Arnoldo Kraus, Helga Prignitz-Poda, Francisco Reyes Palma, Florian Steininger und Jeanette Zwingenberger, 256 Seiten, ca. 150 Abbildungen. Erschienen im April 2010 im Prestel Verlag, München, 29 Euro, erhältlich im Shop des Bank Austria Kunstforums und im gut sortierten Buchhandel.

Der Katalog zur Ausstellung ist mehr als eine klassische Begleitpublikation: Neben den gewohnt profunden Auseinandersetzungen auf kunst- und kulturhistorischer Basis haben auch Frida Kahlos Freunde und Verwandte Essays zu diesem umfangreichen Buch beigesteuert.

Ingried Brugger und Maria Petrak

Ingried Brugger, Direktorin des Bank Austria Kunstforums, setzt sich in ihrem einleitenden Aufsatz mit der Marke Frida Kahlo auseinander; der direkte Konnex von Vita und Werk bricht sich dabei natürlich vor allem in den Selbstporträts Bahn, die Kahlo in exotische Paradiese verrückt, in denen sie sich selbst inszeniert.

Helga Prignitz-Poda, Verfasserin des Kahlo-Werkkatalogs und Kuratorin der Ausstellung, geht in ihrem Aufsatz zahlreichen Irrtümern, die vor allem im Zusammenhang mit der Vita der Künstlerin lange Zeit tradiert worden sind, auf den Grund. Die Symbole und Zeichen mit denen Kahlo arbeitet, sind sorgfältig überlegt und ausgewählt, nichts wiederholt sich, nichts ist zufällig.

Salomon Grimberg, Kahlo-Kenner und Kinderpsychiater in Dallas, stellt heraus, welche Sammler-Klientel sich für Kahlos Werke begeistert. Die Künstlerin hat nur ein kleines Œuvre vorzuweisen; während ihre Werke zu Lebzeiten eher geringe Preise erzielten, herrscht heute eine regelrechte Frida-Hysterie, wenn eines ihrer Werke auf dem Kunstmarkt auftaucht.

Der deutsche Journalist und Schriftsteller Peter von Becker beschäftigt sich mit einem kaum bearbeiteten Thema der Kahlo-Forschung: dem textlichen Output der Künstlerin und ihren eigenen literarischen Vorlieben. In Kahlos Briefen und Tagebuchaufzeichnungen durchdringen sich Wort und Bild.

Florian Steininger, der als Kurator für das Bank Austria Kunstforum die Ausstellung mitkonzipiert hat, analysiert den starren Blick, mit dem uns Frida Kahlos Autoporträts begegnen. Dass Frida als »Ikone« bezeichnet wird, erweist sich spätestens in diesem Essay als terminologisch berechtigt: Kahlos Selbstbildnisse nehmen Anleihen an christologischen Heiligendarstellungen und reihen sich so in eine 500-jährige Tradition, in der sich KünstlerInnen selbst in ihrem Werk verewigt und erhöht haben, ein.

Latinos Magazin, einige Mitglieder von UNWG und Maria

Der mexikanische Arzt und Schriftsteller Arnoldo Kraus setzt sich in seinem Textbeitrag mit dem Zusammenhang von Schmerzempfinden und künstlerischer Produktion auseinander: Physisches und psychisches Leid können einen kreativen Motor in Gang setzen –  Frida Kahlos künstlerische Hinterlassenschaft ist dafür eines der beeindruckendsten Beispiele.

Francisco Reyes Palma, mexikanischer Historiker, Kurator und Kritiker, thematisiert in seinem Essay die politischen und sozialen Umstände zu Lebzeiten von Frida Kahlo und Diego Rivera, die Freundschaft mit Leo Trotzki und André Breton sowie der Überzeugung, dass Kunst immer auch eine politische Aufgabe hat, für die es sich zu kämpfen lohnt.

Die Kunsthistorikerin und Kuratorin Jeanette Zwingenberger widmet sich einem klassischen Thema der feministischen Kunstgeschichtsschreibung: dem Zusammenhang von Körper und Raum und dessen Rolle in der Malerei. Der Naturbezug, den Kahlos Kunst atmet, findet sich auch bei einer ganzen Reihe von FotografInnen des 20. Jahrhunderts: Brassaï, Georgia O’Keeffe oder Edward Weston. Fragmenthaft, assoziativ und scheinbar ganz der psychoanalytischen Theorie verpflichtet, verweisen in Kahlos Kunst Körperteile auf existenzielle Zusammenhänge.

Cristina Kahlo und Maria

Cristina Kahlo, Großnichte Frida Kahlos und Fotografin, hat den Foto-Teil der Ausstellung kuratiert und beschließt mit ihrem Aufsatz, der sich mit der Verbindung Frida Kahlos und der Fotografie beschäftigt, den Essay-Teil des Katalogs. Dass die Fotografie wesentlich zur Mythenbildung um Frida Kahlo beigetragen hat, kommt dabei nicht von ungefähr: Frida Kahlos Vater Guillermo war selbst Berufsfotograf; seine Tochter diente ihm als Modell und wusste somit von Kindesbeinen an, wie man sich perfekt in Szene setzt.

Ein umfangreicher Tafelteil mit Bildkommentaren, eine Künstler-Biografie, die auch die wichtigsten zeitgeschichtlichen Geschehnisse auflistet, ein Werkverzeichnis sowie eine Bibliografie komplettieren den Ausstellungskatalog.

Comments

One Response to “Frida Kahlo art exhibition in Vienna”
  1. Kunstmuseum-Gehrke-Remund says:

    Auf den Spuren zu Fridas Geheimnissen
    Es scheint, dass schon alles über Frida Kahlo gesagt und geschrieben worden ist., Die mexikanische Malerin, deren Vater Wilhelm Kahlo in Pforzheim geboren und in Baden-Baden aufgewachsen ist, bleibt geheimnisvoll.
    Dennoch, neue Erkenntnisse über Frida Kahlo und ihr Werk sind in der Ausstellung ihrer gesamten Gemälde in Baden-Baden gefunden worden.
    Frida Kahlo, die insgesamt weniger als 150 Werke erstellte, ist in erster Linie dafür bekannt, weil sie sich selbst, ihr inneres Leben, ihr Schicksal gemalt hat. Frida Kahlos Gemälde sind in der ganzen Welt verstreut und viele Gemälde sind in privaten Sammlungen aufgenommen (Madonna und Robert de Niro sind große Bewunderer und Sammler von Frida Kahlo Bilder) und so für die Öffentlichkeit nicht weiter zugänglich.
    Das Kunstmuseum Gehrke-Remund in Baden-Baden/Oos ist somit weltweit das einzige Museum, das vom Staat Mexiko das Recht erhalten hat alle Werke von Frida Kahlo replizieren zu lassen und das Gesamtwerk auszustellen.
    "Aufgrund der Tatsache, dass wir alle ihre Gemälde hier an einem Ort haben und wir weiterhin über das Leben und Werk der Frida Kahlo forschen, entdecken wir auch Geheimnisse oder geheime Botschaften in ihrem Werk.
    Botschaften, die Frida Kahlo z.B. nur für eine besondere Person versteckt hat" sagte H.-J. Gehrke Direktor und Mitgründer von Kunstmuseum. Ein Beispiel dafür ist das Gemälde "Baum der Hoffnung bleibe stark" (1946). Der Titel des Gemälde ist aus dem alten Lied "Cielito Lindo" entnommen. Das in diesem Gemälde abgebildete Gesicht ist genau das gleiche wie in einer Miniatur (1946, 4,8 x 4 cm) die Frida Kahlo als Geschenk für Jose Bartoli, Maler und Fridas Liebhaber gemalt hatte.
    Da in der Regel das Gemälde "Baum der Hoffnung bleibe stark" nicht in Ausstellungen gesehen werden kann, ist diese Verbindung für die meisten Personen nicht zu erkennen. Nach weiteren Recherchen zu diesem Gemälde fand das Kunstmuseum Gehrke-Remund heraus, dass das Lied "Cielito Lindo" eine ganz besondere Bedeutung in der Liebesbeziehung zwischen Frida Kahlo und Jose Bartoli hatte.
    Beide Gemälde sind nun nebeneinander in der Frida Kahlo Ausstellung im Kunstmuseum Gehrke-Remund in Baden-Baden zu sehen.
    http://www.Kunstmuseum-Gehrke-Remund.de

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